| Gustav Mahler in Bayreuth |
| Die Berliner Staatskapelle startete unter Daniel Barenboim ihren Mahler-Zyklus |
| 03.11.08 |
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Zeuge eines Theaters der Innerlichkeit wurde man während der Kindertotenlieder. Vor allem durch Thomas Quasthoff. Er interpretierte die fünf Lieder völlig unsentimental, beinah objektivierend. Artikulation und Intonation hielten sich auf höchstem Niveau die Waage. Bei einem solchen Ausmaß an Perfektion registrierte man es regelrecht mit Erleichterung, dass auch einer solchen souveränen Meisterschaft ihre Grenzen gesetzt sind, und er im vierten Lied ("Oft denk ich, sie sind ausgegangen"), wenn es auf das dreigestrichene Ges hinaufgeht, sympathischerweise seine Schwierigkeiten hat.
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| Ein begnadeter Prophet |
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Nach 150 Jahren Arbeit hat man sich schon Anerkennung verdient: Der Wiener Singverein erhielt als Auszeichnung dafür, und weil er halt einer der besten europäischen Chöre ist, einen eigenen Konzertzyklus im Musikverein. Johannes Prinz selbst, seit 1991 Chordirektor, wagte sich wieder einmal ans Dirigentenpult, um diesmal Mendelssohns "Elias" zu dirigieren.
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| Der vergessene Haydn |
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Auch Opern unterliegen Modeströmungen. Mancher Komponist war lange Jahrzehnte vergessen, bis man ihn z.T. durch Zufälle, in der Regel aber durch das Engagement einzelner Künstler wieder entdeckte. Man kennt Haydn natürlich vor allem als großen Meister der Symphonien und Streichquartette. Aber Opern und Gesangswerke? Da ist nach dem Oratorium "Die Schöpfung" und den Messen schnell Schluss. Das musste auch Thomas Quasthoff feststellen, als er sich an die Recherche für ein Album mit Haydn-Arien machte.
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| Die Lieder vom Menschen an sich |
| Salzburger Festspiele |
| 18.08.08 |
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Thomas Quasthoff erzählt nicht nur eine Geschichte, er erschließt nicht bloß die Emotionen einer Märchenfigur: Er singt vom Menschen überhaupt. Im Zentrum des Salzburger Festspiel-Liederabends mit Andras Schiff am Freitag im Großen Haus: "Die schöne Magelone"
op. 33 von Johannes Brahms, diese eigenwilligen Romanzen aus einer ur-romantischen Geschichte von Liebe, Flucht, Trennung durch Seesturm, Sklaverei, Rettung und Wiedervereinigung.
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| Die Leidenschaft der Sachlichkeit |
| Salzburger Festspiele |
| 17.08.08 |
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Als Franz Liszt seine h-Moll-Sonate im Sommer 1853 in seinem Haus in Weimar vor geladenen Gästen - unter ihnen auch Johannes Brahms - zum Besten gab, beobachtete er, wie sein Komponistenkollege während des mit "quasi adagio" bezeichneten Teiles selig einschlief.
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| Quasthoff mit Brahms-Liederzyklus in Salzburg |
| Salzburger Festspiele |
| 16.08.08 |
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Der "Romanzen"-Liedzyklus von Johannes Brahms interpretiert von Thomas Quasthoff stand am Freitag bei den Salzburger Festspielen auf dem Programm. Begleitet von Andras Schiff erntete der Bassbariton bei seiner Reise durch das weite Land der Liebesdinge jubelnden Applaus.
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